So, jetzt fängt der Beitrag mit Schwerpunkt Tiere & Natur an.
Heute Morgen als ich noch gute Laune hatte, bin ich in den Everglades National Park gefahren.
Zunächst bin ich beim Royal Palms Visitor Center die beiden Trails abgelaufen:

Mein erster Alligator!! Extra klischeemäßig im Grasdickicht.
Die Zivilisation hatte aber doch schon Einzug gehalten. Welcher Idiot wirft bitte ne Cola-Dose in den Sumpf?!
Ich glaube das hier ist der Anhinga-Vogel, bin mir aber nicht sicher, da ich Vögel nach wie vor ekelig finde auch wenn sie hier ins harmonische Gesamtbild passen :)
Und noch ein bööööser Alligator
Alligator mit Seerosen
Das war auf dem Gumbo Bamba Limbo wie hieß der Trail??? Der andere da halt ;)
Es war warm und da waren viele Pflanzen. Und Mücken.
Dann ging es weiter zum Pinelands Trail. War ebenfalls ein Loop, der in die Wildnis geschlagen (= asphaltiert) war mit vielen Pinien (daher wohl der Name).
Heute trug ich übrigens mein Touristenoutfit: kurze Hose, Socken, Turnschuhe. Fällt hier zum Glück nicht auf. Mein fotografisches Talent konnte ich bei dem Bild nicht zum Einsatz bringen, dabei hätte ich so gerne meine Beine mit den ganzen Stichen fotografiert, aber mehr verbiegen ging nicht.
Die Straßen im Park sahen die meiste Zeit so aus. Sehr einsam, dafür entspanntes Fahren (auch wenn ich irgendwann bekloppt werde, wenn ich stundenlang nur geradeaus fahre und weder lenken noch Gas geben muss Dank Tempomat).
Nächster Stopp war beim Pa-Ho-Wo-vergessen (das hatte alles so merkwürdige Namen) Outlook. Man sah auf der Aussichtsplattform hauptsächlich die Weite der Landschaft (nicht negativ gemeint jetzt, da war wirklich nichts außer Sumpf. Beeindruckend trotzdem oder gerade deshalb).
Dann bin ich noch den Mahogany Hammock Trail gelaufen, dieses Mal ohne Tiere sondern mit Bäumen.
Das hier ist glaub ich Südfloridas ältester Mahagonibaum. Oder auch nicht (ja ja mein Gedächtnis)
Dann bin ich 1,5 Stunden weiter nördlich bis zum Shark Valley gefahren. Dort war es immer noch heiß...
... und es gab noch mehr Alligatoren :)Bitte den Kontrast zwischen Plastikflasche und Natur beachten.
Babyalligatoren :)
Und noch ein paar weitere Alligatorenbilder, die haben mich echt fasziniert, vor allem weil man direkt an denen vorbei gelaufen ist - ohne Zaun, ohne alles!


Fazit: Die Everglades sind total toll, ich mag Alligatoren und ich habe Hunger. Bin hier am Arsch der Welt und gerade so unmotivert nochmal ins Auto zu steigen, da ich mind. nochmal 25 Minuten fahren muss bis irgendwas zum Essen kommt :(Update 21:30Uhr: Weil es so schön ist, muss ich jetzt noch über meine letzten 1,5 Stunden berichten. Wie bin ich eigentlich auf die 25 Minuten gekommen, die es angeblich dauert bis ein Restaurant hier an der Straße erscheint??? Man sollte nicht immer dem Navi vertrauen... Bin hier anscheinend am Arsch der Welt gelandet. Von vorne: ich hab mich eben doch noch ins Auto gesetzt, bin die Straße (US 41, was anderes gibt's hier nicht) nach links gefahren. Als nach 15 Minuten immer noch nichts anderes zu sehen war als dunkles nichts, bin ich wieder umgekehrt. Also 45 Minuten in die andere Richtung bis ich wieder in Everglades City war. Wieso heißt das eigentlich "City"? Village wäre um einiges passender! Das einzige Restaurant war ein Seafood Laden. Dachte, dass die wenigstens Pommes oder Salat als vegetarisches Gericht hätten. Problem stellte sich dann gar nicht erst, da es bereits 20.55Uhr war und sie um 21Uhr schließen wollten. Gut, ich hab dann eine Tankstelle mit Shop gefunden und habe mir Vanillemilch und Cashewnüsse gekauft. DIE LETZTEN 90 MINUTEN HABE ICH DAMIT VERBRACHT VANILLEMILCH UND GESALZENEN CASHEWS ZU KAUFEN????!!!!! Hallo ey?! Ich glaub ich bin im falschen Film!
Zur Belohnung lieg ich jetzt in meinem beigen Zimmer. Sogar die Decke ist senf/ockerfarben. Was für ein gelunger Ausklang eines eigentlich doch so schönen Tages:/
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