Samstag, 12. Dezember 2009

St. Louis, day two

Zweiter Tag in St. Louis. Dieser Satz kein Verb.
Also, heute haben wir erstmal lange geschlafen und sind dann mittags mit der Metro nach East St. Louis gefahren (das ist der Teil in Illinois). Da war es mal so richtig richtig hässlich und schlimm: kaputte Häuser, sah aus wie im Krieg, extrem komische Leute... Wir haben auf den Bus gewartet und so ein Typ hat mich angesprochen, aber ich habe ihn leider überhaupt nicht verstanden. Er hat es 4x wiederholt und ich habe immer nur "St. Louis" verstanden, sonst nix. Selbst Lucy hat nicht ganz kapiert was er wollte, obwohl Englisch ihre Muttersprache ist. Aber er sprach mehr so ein African American Ghetto English und wollte wissen warum ich Fotos mache (ahhh ich dachte gleich holt er ne Waffe raus) und so :/ Very scary!
Ach so, wir sind da natürlich nicht einfach nur so hingefahren, sondern weil wir zu den Cahokia Mounds wollten. Lucy ist Native American begeistert/interessiert und das ist eine bzw. die älteste Indianersiedlung in den USA. Bis 1800 war es sogar die größte Stadt (ab dann überholt von Philadelphia mit damals 30.000 Einwohnern)...
Jedenfalls ging der Weg dorthin dann abenteuerlich weiter. Der Busfahrer war sehr nett, hat uns genau erklärt wo wir aussteigen müssen und wie wir dann da hinkommen. Beim Aussteigen haben wir gefragt wo denn der Bus wieder zurückfährt und er zeigt auf einen Baum auf der anderen Straßenseite und meinte nur "Just wait right there under that tree, I'll pick you up".
Völlig klar, dass unter diesem Baum die Haltestelle ist :p
Wir sind dann jedenfalls 20 Minuten lang eine recht krass befahrene Straße entlanggelaufen und hatten die ganze Zeit das Gefühl, dass wir von allen angestarrt werden (klar, da läuft ja auch sonst niemand zu Fuß lang).
Echt krass asige Gegend, ich hab mich nicht unbedingt so wohl dort gefühlt. Nachdem dann auch noch zwei Typen im Auto neben uns gehalten haben, dachte ich echt, ich muss gleich schreien.
Für das authentische Trailer-Park Feeling gab es auch sogar noch ein echtes Feuer!Letztendlich sind wir dann aber doch sicher bei dem Cahokia Zeug angekommen :) Das Museum war echt interessant.
Das hier ist der Haupt-Mound. Da haben die früher ihre Tempel drauf erichtet und es war das Zentrum der ganzen Siedlung. Irgendwie schade was jetzt drauß geworden ist: abgewrackte Gegend mit ner vergammelten Straße mittendurch.
Dann wurden wir tatäschlich unter dem Baum wieder abgeholt, haha. Zurück in St. Louis sind wir danach ein bisschen rumgelaufen bzw. nicht nur ein bisschen sondern richtig viel, da es irgendwie keine Busse gab. Typisch Amerika, das public transport system ist hier echt für den Arsch. Aber wir wissen jetzt wenigstens Milwaukee wieder zu schätzen, da kann man wenigstens einigermaßen zu den wichtigsten Dingen mit dem Bus kommen. In St. Louis ist man ohne Auto leider ziemlich aufgeschmissen! Sogar Taxis haben wir bisher nicht gesehen.... (Aber ich hab auch erst heute Morgen gecheckt, dass St. Louis nur 350.000 Einwohner hat, dachte eigentlich, dass es größer wäre)
Jetzt kommen einfach nur ein paar fotografische Eindrücke unseres unfreiwilligen Spaziergangs.
Selbst die Ampeln haben hier ausführliche Erklärungen, da es natürlich sehr sehr kompliziert ist, eine Straße zu überqueren.
Hier ein Rentier-Auto mit Geweih und roter Nase ;)
Das Einzige, was ich an der Stadt richtig gut finde, ist, dass überall in der Stadt verteilt Kunstwerke rumstehen. Hier der Peace Bunny:
Irgendwann sind wir dann wieder in Downtown angekommen. Das Ding im Hintergrund ist der Gateway Arch (da wollen wir morgen hin), das Wahrzeichen von St. Louis.
Das hier ist die City Hall.
Generell ist die Stadt ziemlich runtergekommen (ganz viele Häuser, die echt einsturzgefährdet aussehen, ohne Fenster, ohne Türen, hässlich), total dunkel, man fühlt sich unwohl wenn man durch die Straßen läuft (so in der Form hatte ich das glaub ich noch nie, selbst Las Vegas war nicht so schlimm und das fand ich für meine Verhältnisse schon schlimm. Kann aber anscheinend noch gesteigert werden), ganz viele komische Leute, die einen ansprechen und man will nur noch weglaufen...
Dann haben wir aber doch noch eine total tolle Ecke entdeckt: den Citygarden!
Das hier erinnert mich an Michael Myers aus den Halloween-Filmen!
Es hat übrigens die meiste Zeit geregnet und momentan gewittert es :/ Allgemeines Fazit des Tages: St. Louis ist ziemlich fertig.

2 Kommentare:

  1. Also, ich hab St. Louis geliebt. Ich war im Sommer da und hab mir im Mariott von so nem Concierge eine Karte und Tipps geben lassen - und es war wirklich eine der schönsten Städte für mich... Aber da sieht man mal wieder, dass man sich als Touri am besten immer nur bei gutem Wetter und ausschließlich in der Innenstadt oder anderen Touristenorten aufhält. *g*
    Wünsch dir noch ein paar nicht zu anstrengende Tage in der Uni! :-)

    Carina

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  2. caroooo,pass bloß auf auf dich :D das ist ja wie die weserspitze und nord-holland zusammen ^^

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